Abstimmung im EU-Parlament: Enttäuschendes Ergebnis für die Tiere auf den Transporten

Gestern stimmte das EU-Parlament über seine Forderungen an die neue EU-Verordnung zum Schutz der Tiere beim Transport ab. Doch leider bleibt das Ergebnis weit hinter unseren Erwartungen zurück: Weder ein Transportzeitlimit von acht Stunden für alle Tiere, noch ein Verbot der Tiertransporte in Länder außerhalb der EU wurden abschließend in die Forderungen an die EU-Kommission aufgenommen.

Das ist eine bittere Enttäuschung, denn allein mit diesen Änderungen könnte den Tieren auf den Transporten so viel Leid erspart werden. Geblieben ist zumindest die Empfehlung einer Zeitgrenze von acht Stunden für ‚Schlacht’tiertransporte sowie ein Transportverbot für Kälber, die jünger als vier Wochen alt sind. Auch schwangere Tiere sollen „im letzten Gestationsdrittel“ nicht länger als vier Stunden transportiert werden dürfen. Die Abgeordneten fordern außerdem in vielen Bereichen der Tiertransporte und bei den Exporten in nicht-EU-Länder stärkere Kontrollen und Überwachung.

Jetzt ist die EU-Kommission gefragt, dem Aufruf des Parlaments nachzukommen. Wir hoffen, dass die Forderungen nicht noch weiter nach unten gedrückt werden. Um das zu verhindern, machen wir mit unseren Einsätzen und Berichten weiter Druck auf die EU: Tiere sind fühlende Lebewesen! Sie verdienen den bestmöglichen Schutz durch unsere Gesetze – und keine faulen Kompromisse.

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