Ägypten: Nach TV-Bericht – Regierung schreitet endlich ein. Unsere Tierärzte vor Ort bleiben dran

Im Juni berichtet ein ägyptischer Fernsehsender über die täglich stattfindende Tierquälerei auf dem Kamelmarkt in Birqash (Ägypten) und prangert sie öffentlich an. Daraufhin schreitet die Regierung zum ersten Mal ein: Es werden Tierschutzposter nach unserem Modell auf dem Markt aufgehängt und mehrere Personen verhaftet, die besonders gewalttätig mit den Kamelen umgegangen sind. Die Verhaftungen hatten abschreckendende Wirkung, sind aber allein kein Mittel, um langfristig Verbesserungen zu erzielen. 

Unsere Tierärzte, Omar und Eslam, überwachen die Situation vor Ort. Heute kommen zum ersten Mal die Händler auf sie zu und wollen wissen, wie sie die Kamele ohne Gewalt verladen können. Es herrschen 37 °C und Omar und Eslam müssen einige Kamele behandeln, die vollkommen erschöpft sind. Insgesamt ist die Stimmung gespannt, die Arbeiter haben Angst fotografiert zu werden, doch zumindest solange Omar und Eslam hinschauen, schlagen sie die Kamele nicht und nehmen die Ratschläge unseres Teams an.

Jetzt heißt es für uns am Ball zu bleiben: wir müssen so oft wie möglich vor Ort sein, damit dieser erste Funke der Verbesserung nicht verglüht. Außerdem sind wir mit dem Ministerium in Kontakt wegen eines gemeinsamen Tierschutzprojekts auf dem Markt.