Griechenland: Lämmer aus Rumänien bei Hitze unterwegs – 16 Stunden ohne Wasser

Tiertransport Griechenland

Ein Team von Animals‘ Angels begleitet einen Tiertransport mit rumänischen Lämmern durch Griechenland. Es ist Nacht, die Temperaturen sind auf 27 °C gesunken. Seit elf Stunden ist der Transport laut Fahrer unterwegs. Die Tiere haben Bulgarien also noch in der Hitze des Tages durchquert. In weiteren fünf Stunden sollen sie am Ziel sein – ein griechischer Schlachthof.

Das Thermometer in Lkw zeigt 28 °C an. Die Luft im Inneren ist warm und feucht. Wir fragen uns, ob die Sensoren richtig kalibriert sind, denn wir haben den Eindruck, dass es im Inneren noch viel heißer ist. Die Lämmer atmen schwer und schnell, viele haben Schleim an der Nase und Husten. Das könnte an den intensiven Ammoniakdämpfen im Fahrzeug liegen, die vom Kot und Urin der Tiere hochsteigen.

Der Transport ist zwar mit Tränken ausgestattet, doch die Tiere wissen nicht, wie sie funktionieren. Dieses Problem beobachten wir häufig. Die Tiere beißen in die Tränknippel und bekommen so nur tropfenweise Wasser heraus. Sie bleiben durstig – in diesem Fall für etwa 16 Stunden. Da macht es nur wenig aus, dass in vielen Abteilen die Tränken überhaupt nicht für die Tiere erreichbar sind. Wir bieten einigen Lämmern etwas Wasser aus der Hand an, doch bei 445 Tieren im Lkw sind wir machtlos.

Wir würden wir uns wohl fühlen, wenn wir bei solchen Zuständen 1.200 km ohne Klimaanlage und frisches Wasser zurücklegen müssten? Dass ein Veterinär diesen Transport so überhaupt genehmigt hat, ist unerträglich. Die Amtstierärzte und Behörden müssen ihre Verpflichtung gegenüber den Tieren ausnahmslos ernst nehmen – vor allem bei hohen Temperaturen!