Marokko: Habib und Boubaker klären unermüdlich die Händler auf dem Markt in Skherat auf

Animals‘ Angels ist seit den frühen Morgenstunden auf dem Tiermarkt in Skherat. Unser Einsatzteam um Habib und Boubaker kontrolliert zunächst im Verkaufsbereich für Schafe und Rinder, ob die Besitzer die von uns schon mehrmals verteilten Halsbänder verwenden. Leider finden sie kein einziges Tier, das eins trägt. Die Schafe und Ziegen haben (wie traditionell üblich) zusammengebundene Beine oder sind in Gruppen mit einem strammen Seil um ihre Hälse zusammengebunden.

Sie entdecken zwei Schafe auf der Ladefläche eines motorisierten Lastendreirads. Über sie hat der Besitzer eine Art Tuch festgespannt – zu ihrem Schutz, wie er sagt. Auch wenn dieses Fahrzeug absolut ungeeignet ist für den Transport von Tieren, so hat sich dieser Mann wenigstens Gedanken gemacht, wie er sie sicherer transportieren könnte.

Andere hingegen scheren sich überhaupt nicht. Wie beispielsweise bei einem Esel, der ein Seil als Halfter um den Kopf gewickelt hat. Es sitzt so eng und schief, dass es ihm direkt auf die Augen drückt. Habib und Boubaker schneiden das Seil auf und befreien ihn von dieser Qual.

Sie treffen heute leider wieder auch einige Esel, die Schürfwunden und Verletzungen von schlechtsitzenden Halftern und Geschirren haben. Sie reinigen ihre Wunden und helfen, wo sie nur können.

Der Esel Michel ist heute auch wieder auf dem Markt. Seine Wunde ist mittlerweile deutlich besser verheilt, nicht zuletzt wegen dem engagierten Einsatzes unseres Teams. Leider muss der Eselhengst schon wieder arbeiten. Deshalb redet unser Team eindringlich mit seinem Besitzer, dass Michel trotz des guten Heilungsprozess immer noch Ruhe und Auszeit braucht. Habib und Boubaker werden ihn Mitte der Woche erneut zu Hause besuchen, um sicherzugehen, dass er weiterhin geschont wird.