Pferdemarkt in Havelberg: Intensiver Austausch mit den Behörden vor Ort

Zum zweiten Mal besucht ein Team von Animals‘ Angels Norddeutschlands größten Pferdemarkt in Havelberg, Sachsen-Anhalt. Der Havelberger Pferdemarkt ist in erster Linie ein riesiges Volksfest mit jahrhundertelanger Tradition. Nebst dem reichlichen Vergnügungsangebot wird hier vor allem auch gehandelt – mit Trödel aller Art, aber leider auch mit Tieren.

Während unseres Aufenthaltes treffen wir rund 400 Pferde und Esel, einige Schafe, Ziegen und Lamas und unzählige Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel. Wir sehen positive Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahr. Beispielsweise scheinen alle Tiere in einem guten gesundheitlichen Zustand zu sein, und die regelmäßige Versorgung mit Wasser und Futter ist sichergestellt.

Doch wie bereits im letzten Jahr gibt es auch in diesem Jahr wieder einige Händler, die keine Unterbringungsmöglichkeiten für ihre Equiden organisiert haben. Das bedeutet, dass viele Pferde und Ponys tage- und nächtelang angebunden an den sogenannten Präsentationsstangen stehen. Zwar werden viele zur ‚Schau‘ und zu Verkaufszecken hin und wieder über das Marktgelände geführt oder geritten, aber sie haben keinerlei Möglichkeit, sich aus dem ganzen Tumult zurückzuziehen oder Witterungsschutz aufzusuchen.

In einem intensiven Austausch mit den zuständigen Behörden vor Ort besprechen wir die Problematiken, gehen sie - falls möglich - direkt an und suchen gemeinsam nach Lösungen für die Zukunft. Durch vereintes Einwirken konnten wir so unter anderem für angemessenere Unterbringungen vieler Kleintiere sorgen. Zudem einigen wir uns dahingehend, dass im nächsten Jahr nachts keine Equiden mehr an den Präsentationsstangen angebunden sein dürfen.

Wir begrüßen die Bemühungen der Behörden vor Ort und werden weiterhin in Austausch bleiben.