Spanien: Mathilde, Lucille, Adele, Valentine, Olivia, Jeanne, Charlotte – Tausende Hennen eingepfercht auf einem Lkw

Auf der Autobahn in Südfrankreich trifft Animals‘ Angels auf einen Tiertransport mit Hennen. Es sind mehrere Tausend – auf dem Weg zum Schlachthof. Sie sitzen in grauen Plastikkästen. Wegen der niedrigen Höhe der Transportkisten können sie nicht Stehen. Viele der Tiere haben kahle Stellen am Körper. Ihnen allen wurden die Schnäbel gestutzt, damit sie sich nicht gegenseitig verletzen. Zum Glück ist es Nacht und damit schon kühler geworden. Trotzdem beträgt die Temperatur in den äußeren Käfigen 28,8 °C. Im Inneren des Lkws wird es gut 10 °C wärmer sein.  Viele der Hennen atmen mit offenem Schnabel gegen die Hitze an.

Oft wird den Hennen nicht die gleiche Empathie entgegengebracht, wie anderen Tieren. Es fällt vielen Mensch schwer, sie als Individuen zu sehen und sie voneinander zu unterscheiden. Doch wenn man das Glück hat, diese Tiere näher kennenzulernen, weiß man schnell: Sie sind ganz unterschiedlich und jedes Huhn hat seine Eigenheiten. Manche sind charakterstark und mutig, andere ängstlich und schüchtern. Man stellt fest, wie sie untereinander kommunizieren und sich gegenseitig verteidigen, wenn es darauf ankommt, wie sie wütend werden können oder sich freuen… Für die ‚Nutz’tierindustrie sind Mathilde, Lucille, Adele, Valentine, Olivia, Jeanne und Charlotte nicht mehr produktiv genug, da sie nicht mehr genügend Eier legen. Deshalb müssen sie jetzt zum Schlachthof. Wie den allermeisten Hennen hat der Mensch es ihnen unmöglich gemacht, ein echtes Hühnerleben zu führen.

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