Spanien: Stress, schlechte Versorgung und fehlende Kontrollen auf dem Pferdemarkt in Piugcerdà

Gemeinsam mit der spanischen Organisation ANDA kontrolliert Animals‘ Angels den jährlichen Pferdemarkt in Puigcerdà im Nordosten Spaniens. Etwa 900 Pferde stehen hier heute zum Verkauf. Der Großteil kommt aus der Region und soll geschlachtet werden.

Die meisten dieser Pferde stehen das ganze Jahr über im Freien auf Weiden. Auf dem Markt stehen sie hingegen in Pferchen und sind sehr gestresst. Noch dazu müssen einige von ihnen an einem Wettbewerb teilnehmen. Die ungewohnte Umgebung und die vielen Besucher verschlimmern ihre Situation zusätzlich.

Ein großes Problem auf Markt ist die Versorgung der Tiere. Wasser und Futter sind zwar erhältlich, doch leider entscheiden sich nur wenige der Besitzer dafür, ihre Pferde zu tränken und zu füttern – trotz vieler Stunden auf dem Markt. Auch der Umgang mit den Tieren bei den Be- und Entladungen ist ein Problem: Viele Fahrzeuge haben zu steile oder gar keine Rampen. Mit Schlägen auf empfindliche Körperstellen wird das Pferd Aina dazu gezwungen, vom Lkw zu springen. Im Pferch angekommen atmet sie schnell – der Stress und die Angst sind ihr deutlich anzusehen. Leider haben wir während der Verladungen keine Kontrollen durch die Tierärzte gesehen.

ANDA und Animals’ Angels machen jetzt gemeinsam Druck auf die Betreiber des Marktes und die Behörden, damit diese Missstände aufhören.

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