Tansania: Mit 40 zukünftigen Tierschutz-Inspektoren besuchen wir einen Rindermarkt

Wir sind am Madaba Campus des Landwirtschaftscolleges LITA im Süden Tansanias. Im Rahmen unseres Tierschutz-Workshops sind wir heute mit 40 Studierenden und zwei Dozenten auf dem örtlichen Rindermarkt. Ziel der Exkursion ist es, den Studierenden einen Eindruck zu verschaffen, wie ein Tiermarkt abläuft und ihnen die Gelegenheit geben, so viel wie möglich über ihren zukünftigen Arbeitsbereich als Tierschutzinspektoren zu erfahren.

Auf dem Markt werden etwa 200 Rinder zum Verkauf angeboten. Der Umgang mit den Tieren ist grob und die Studierenden sind sichtlich geschockt von den Bedingungen vor Ort. Im Rahmen einer Übung bitten wir sie ein Einzeltier auszuwählen. Eine Studentengruppe wählt einen Bullen. Sie nennen ihn Paake und beschreiben ihn als gestresst und ängstlich. Wenn Paake sprechen können, würde er sich laut der Studenten wünschen, dass „er gefüttert und getränkt würde. Außerdem möchte er nicht geschlagen werden, sondern sich in seiner Umgebung wohl und sicher fühlen.“

Wir freuen uns darüber, wie engagiert und motiviert die Studierenden den Rindermarkt erkunden und kritisch diskutieren. Gemeinsam mit ihrem Tierschutzlehrer und unserer Unterstützung wollen sie sich für Verbesserungen einsetzen. Ihr Mitgefühl mit dem Bullen Paake und ihre zahlreichen Nachfragen stimmen uns hoffnungsfroh, dass hier eine neue, kritische Generation an Kontrollbehörden heranwächst. Das wäre dringend notwendig, denn für die Tiere in Tansania ist eine strenge Umsetzung und Anwendung des Tierschutzgesetzes längst überfällig!


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