Tiertransporte nach Italien: Amtstierarzt in Frankreich genehmigt Transport trotz verletzter Kälber

Kalb mit blutendem Horn auf Tiertransport von Frankreich nach Italien

Animals' Angels kontrolliert Tiertransporte an der Grenze zwischen Frankreich und Italien. Seit einigen Nächten beobachten wir Transporte durch den Tunnel von Fréjus.

In einem Fahrzeug finden wir zwei weibliche Kälber mit schweren Hornverletzungen. Bei Lise und Manon läuft Blut aus ihren gebrochenen Hörnern. Wir informieren sofort den Fahrer, der nicht überrascht ist – er kennt die beiden Tiere schon. Die Verletzung hatten sie wohl bereits auf dem Hof vor dem Transport. Dem Fahrer zufolge hat der Amtstierarzt dort die Verletzungen mit einem Desinfektionsspray behandelt und die Tiere anschließend für transportfähig befunden und den Transport genehmigt. Dabei berücksichtigte er aber offensichtlich nicht das Risiko, dass sich die Frakturen durch die Belastungen des Transports und die hohe Ladungsdichte wieder öffnen und erneut bluten könnten – was auch tatsächlich passierte.

Wir beschweren uns umgehend beim zuständigen Veterinäramt. Sie dürfen den Transport von Tieren nicht genehmigen, wenn sie gebrochene Hörner mit schweren oder blutenden Wunden aufweisen.

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