Tiertransporte an Ostern: Das Geschäft mit den Tierkindern

Zu Ostern werden deutlich mehr Schafe und Lämmer transportiert als sonst, vor allem im Süden Europas. Dabei sind die Bedingungen für die Tiere auf den einschlägigen Routen miserabel: Viele der Transporte sind völlig überfüllt. Wirksame Kontrollen bei der Abfahrt sowie der Ankunft an den Schlachthöfen fehlen. Deshalb kontrolliert Animals‘ Angels auch in diesem Jahr wieder Transporte von Schafen und Lämmern auf den Routen zwischen Ost- und Südeuropa.

Die Transporte sind überfüllt und die Decken zu niedrig

Die von uns kontrollierten Transporte sind in der Regel völlig überfüllt. Lkw mit bis zu 800 Tieren sind keine Seltenheit. Damit steigern die Transporteure den Profit – auf Kosten der Tiere: Weil sie meist auf vier Etagen geladen werden, stoßen die Lämmer mit den Köpfen an die Decke. Das ist nicht erlaubt. Sie können außerdem nicht gleichzeitig liegen und ruhen, laufen Gefahr von den anderen Tieren zertrampelt zu werden oder kommen nur schwer oder gar nicht an die Wassertränken heran.

Die Tiere verletzten sich häufig beim Transport

Wenn schwache oder verletzte Tiere am Boden liegen, kommen sie oftmals nicht wieder auf die Beine. Im schlimmsten Fall sterben sie an den Folgen noch während des Transports. Ein weiteres großes Risiko für die Tiere sind die Spalten und Zwischenräume zwischen den Trennwänden bzw. Ladeebenen der Lkw und den Seitenwänden. Immer wieder kommt es vor, dass sich Lämmer hier mit einem Bein oder sogar dem Kopf einklemmen. Meist bleiben sie unentdeckt, tragen Verletzungen davon und müssen in ihrer misslichen Lage bis zum Zielort ausharren.

Projektleitung:
Silvia Meriggi

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