19.05.2016 | Kontrolle von Tiertransporten von Spanien nach Marokko

ANDA und Animals’ Angels kontrollieren gemeinsam Tiertransporter mit jungen Bullen die zur Schlachtung von Spanien nach Marokko gebracht werden. Die Transporte kommen aus Nord-Spanien und werden in Algericas auf eine Fähre Richtung Tanger verladen.

Die Transporter werden in das untere Deck der Fähre verladen. Hier ist es sehr stickig und schon bald beginnen die Tiere schwer zu atmen und zu schwitzen. Keiner der Transporte führt Futter für die Tiere mit sich.

In einigen Abteilen ist die Ladedichte deutlich zu hoch. In einem der Fahrzeuge ist die Situation besonders schlimm: der junge Bulle Carles liegt auf dem Boden und kann nicht mehr aufstehen – er ist erschöpft. Aufgrund des Platzmangels im Fahrzeug trampeln die anderen Tiere über ihn hinweg – auf sein Gesicht, seine Beine und seinen Bauch. Aber Carles bewegt sich nicht. Auch Bulle Cris liegt kurze Zeit später am Boden.

Die Zollabfertigung in Tanger dauert mehr als drei Stunden. Carles und Cris liegen immer noch am Boden. Während einem Zwischenstopp an einer Tankstelle in Marokko versuchen die Fahrer die beiden Tiere zum Aufstehen zu bringen. Bevor wir eingreifen können, traktieren sie Carles und Cris mit einem elektrischen Viehtreiber, auch im Gesicht. Carles richtet sich auf, während Cris am Boden bleibt. Vier Stunden später kommen die Tiere am Zielort an. Cris und Carles laufen vom Transporter.

Die Stallungen sind modern, sauber und gut ausgestattet. Der Besitzer erzählt uns stolz, dass er „Lebendfleisch“ aus Europa importiert. Dies bestätigt den Eindruck den das Team während dem Trailing hatte – die Tiere werden hier nicht wie lebende Wesen behandelt, sondern wie Waren.

ANDA und Animals‘ Angels werden den Kampf gegen diese Zustände nicht aufgeben und eine offizielle Beschwerde gegen die beteiligten spanischen Transportfirmen einreichen.

Weitere Einsätze und Neuigkeiten

Im Rahmen des Masterstudiengangs ‚Animal Law & Society‘ der juristischen Fakultät der autonomen Universität Barcelona...

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