Grenze zu Albanien: Schweine leiden auf Transport unter Hitze – keine Kontrolle an der Grenze

Ein Team von Animals‘ Angels kontrolliert einen Tiertransport mit Schweinen an der Grenze zwischen Griechenland und Albanien. Als er beim Zoll hält, können wir schnell nach den Tieren zu sehen.

Dorea, Filomena, Zoe – sie alle leiden stark unter der Hitze. Auf dem Lkw ist es dazu noch eng. Mit ihren kleinen, kugelförmigen Augen schauen sie uns beinahe hilfesuchend an. Deutlicher könnten sie ihre Not kaum zeigen: Sie atmen schnell, hecheln und haben Schaum am Mund. Sie sitzen in einer unnatürlichen ‚Hundesitz‘-Haltung da und strecken ihre Rüssel an die Gitterstäbe. All das sind klare Anzeichen von Hitzestress. Sie bräuchten Wasser und die Möglichkeit, sich im kühlen Boden zu suhlen. Doch sie haben nicht einmal genügend Platz, um sich gleichzeitig hinzulegen. Stattdessen stehen und liegen sie teilweise übereinander.

Leider reicht unsere Zeit nicht, um mit den Fahrern zu reden. Wir würden gerne wissen, woher die Schweine kommen und wohin sie transportiert werden. Und vor allem, weshalb sie mittags in der größten Tageshitze transportiert werden. Ein Tierarzt ist auch nicht vor Ort, der unsere Fragen beantworten könnte – und dass, obwohl Transporte mit lebenden Tieren beim Verlassen der EU-Außengrenze kontrolliert werden müssten. Die Tiere und die Transportbedingungen müssten inspiziert werden, und diesem Fall hätten die Behörden eingreifen müssen. Die Tiere hätten bei dieser Hitze weder hierhin noch weiter transportiert werden sollen. Noch dazu waren sie nicht identifiziert wie gesetzlich vorgeschrieben.                                                                                                                       

Doch an dieser Grenze gibt es keine tierärztlichen Kontrollen durch die griechischen Behörden. Das haben wir auch schon in den letzten Jahren festgestellt und den zuständigen griechischen und europäischen Stellen gemeldet. Doch nichts ist passiert. Die Tiertransporte passieren die Grenze völlig ungehindert. Wie auch dieser.

Niemand sieht das Leiden der Schweine, niemand greift ein. Scheinbar nur ein weiterer Transport mit der ‚Ware‘ Tier. Doch nicht für uns. Wir sind erleichtert, als kurz darauf ein Gewitter aufzieht und den Schweinen die dringend nötigte Abkühlung bringt. Leider können wir den Transport nicht nach Albanien begleiten. Doch wir setzen alle Hebel in Bewegung, damit diese Transporte nicht weiter ungesehen stattfinden.

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