Griechenland: Kleine Verbesserungen bei Tiertransporten, aber noch viel zu tun

Animals‘ Angels ist im Einsatz in Griechenland. Wir prüfen, ob trotz der sengenden Temperaturen in diesem Sommer noch Tiertransporte durchgeführt werden. Und ja, der Handel mit Lämmern und Rindern geht leider weiter. Denn während der Sommersaison steigt die Nachfrage nach Fleisch durch die zahlreichen Touristen. Eine Sache hat sich jedoch im Vergleich zu den vergangenen Jahren geändert (als wir Dutzende von Beschwerden eingereicht haben): Es scheint, dass die meisten der langen Tiertransporte aus Rumänien so geplant werden, dass sie nachts in Griechenland ankommen, um die größte Hitze zu vermeiden. Eine Erleichterung für die Tiere, trotz allem. Außerdem halten sich alle Transporte, die wir sehen, an die neue Vorschrift, die Lämmer auf drei Etagen zu transportieren. Das ermöglicht eine bessere Luftzirkulation, als wenn die Tiere auf vier Etagen zusammengepfercht sind.

Doch es bleibt noch viel zu tun. Die Tiere in den Lastwagen stehen nach wie vor zu eng. Sie zu tränken ist ein Ding der Unmöglichkeit. Der Fahrer eines Transports merkt an, dass es in den Lkw zu wenig Tränken gibt. Und wir stellen immer wieder fest, dass die Tiere die Tränken nicht einmal als solche erkennen und sie nicht bedienen können.

Einige der Transporte finden nach wie vor tagsüber in der Hitze statt, was die ohnehin schon prekären Bedingungen noch verschlimmert: wenig Platz, alle stehen dicht beieinander und atmen schnell. In einigen Fällen husten die Tiere laut, sie haben Schleim in der Nase, gereizt durch das beißende Ammoniak, das auch uns in den Augen brennt, wenn wir dicht an den Transporten stehen.

Wir sehen Stiere, die auf eine griechische Insel transportiert werden. Sie haben bereits kurz nach Antritt ihrer Reise Schaum vor dem Mund. Wir begleiten Lämmer nach Albanien. Der Transporter wird von den griechischen Behörden beim Verlassen der EU-Außengrenze nicht kontrolliert, obwohl wir dieses schwerwiegende Problem bereits in der Vergangenheit an die zuständigen Stellen in Griechenland gemeldet hatten.

 

Die kleinen, aber positiven Veränderungen, die wir in den vier Jahren unserer Arbeit vor Ort feststellen können, ermutigen uns nicht aufzugeben – trotz Widerstand der Behörden und Anfeindungen der Transportfirmen. In Kürze schicken wir einen Bericht mit unseren Ergebnissen an alle zuständigen Veterinärbehörden.

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