Tiertransporte an Ostern: Tierkinder auf dem Weg ins Schlachthaus

In der Woche vor Ostern sind wir in Italien im Einsatz für die ‚Oster‘lämmer. Mehr als 100.000 werden hier vor den Feiertagen transportiert. Wir kontrollieren insgesamt 13 Tiertransporte mit fast 9.000 Lämmern. Unsere Herzen sind dabei schwer. Aus den Transporten kucken uns zwei bis drei Monate alte Tierkinder an. Kaum auf der Welt, sollen sie schon wieder getötet werden.

In einigen Fällen führt die Polizei zusammen mit Amtstierärzten Kontrollen durch. Im Lauf der Woche stellen sie insgesamt 15.000 Euro an Bußgelder aus. Denn oftmals fehlt an Platz oder Wassertränken in den Transporten. Viele der Babylämmer sind eingepfercht auf dem Weg zum Schlachthof für 20 bis 30 Stunden – ohne trinken zu können.

Dennoch haben wir den Eindruck, dass einige Transportunternehmen in den letzten zehn Jahren dazu gelernt haben und sich die Bedingungen für die Tiere verbessern. Im Geschäft mit den Tieren kommen Veränderungen leider stets in sehr kleinen Schritten. Die von uns dokumentierten Verstöße fließen wie immer in Beschwerden gegen die Transportunternehmen und die am Handel beteiligten Länder. Damit aus vielen kleinen Schritten hoffentlich eines Tages eine große Veränderung werden kann.

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