Tiertransporte in die Türkei: Deutsche Färsen auf ungarischem Transporter – 37 Grad Mittagshitze

Tiertransport Färsen Deutschland Türkei

Animals‘ Angels kontrolliert gemeinsam mit der Animal Welfare Foundation Tiertransporte an der bulgarisch-türkischen Grenze. Das Thermometer zeigt mittags 37 Grad an. Ein ungarischer Transport erregt unsere Aufmerksamkeit.

Das Fahrzeug ist stark verschmutzt und ein strenger Ammoniakgeruch kommt aus dem Inneren. Im Inneren sehen wir Färsen aus Deutschland, die Tiere sind verdreckt. Einige husten, sind unruhig und muhen immer wieder. Die junge Kuh Isolde hat dicken weißen Nasenausfluss. Der Fahrer parkt den Lkw in der prallen Sonne. Unsere Bitte die Ventilation anzustellen, ignoriert er. Die Tiere sind knapp zwei Jahre alt, viele von ihnen wurden bereits in Deutschland mehrfach verkauft. Im Juli wurden sie nach Ungarn verkauft, jetzt sind sie unterwegs in die Türkei – und sehen einem ungewissen Schicksal entgegen.

Dieser Transport zeigt wieder einmal, dass der Handel mit lebenden Tieren und die finanziellen Interessen dahinter keine Grenzen kennen. Tiere sind fühlende Lebewesen, doch die ‚Nutz’tierindustrie nimmt keine Rücksicht. Deshalb kämpfen wir weiter für ein Verbot der Tiertransporte in Länder außerhalb der EU.

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