Tiertransporte in die Türkei: Stundelange Wartezeiten, Erschöpfung, Durst und Hunger

Auf dem Rückweg von einer Transportkontrolle stoppt ein Team von Animals‘ Angels am Zoll von Ankara. Hier haben wir früher oftmals beobachtet, wie Tiertransporte stundenlang auf Zollpapiere warten. Und tatsächlich, auch heute steht ein Transporter mit Bullen auf dem Zollgelände. Denselben Transporter hat unser zweites Team bereits zwei Tage zuvor in die bulgarisch-türkische Grenze einfahren sehen. Das heißt, die Tiere sind mittlerweile seit 46 Stunden an Bord. Sie sind erschöpft und liegen in ihren eigenen Exkrementen. Sie haben Hunger und Durst, aber der Wassertank ist leer.

Die Wasseranschlüsse am Zoll sind nicht kostenlos. Also bezahlen wir und helfen dem Fahrer anschließend beim Tränken. Der Schlauch passt jedoch nicht richtig an den Anschluss und der Fahrer muss ihn zurechtstutzen und festhalten. Nach und nach stellen wir den großen Wassertrog in die Abteile und füllen ihn mit Wasser. Wenigstens etwas Erleichterung können wir den Tieren damit verschaffen.

Doch damit ist es für uns nicht getan, denn wir werden sämtliche Beobachtungen und Verstösse in detaillierten Berichten den zuständigen Behörden vorlegen.

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